
1907 hatte Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck einen Teil der Stolper Heide im Waldgürtel nordwestlich von Berlin erworben, um seine Idee von einer ästhetisch sorgfältig geplanten Landhaussiedlung, der "Gartenstadt Frohnau", zu verwirklichen. Gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges richtete der Fürst im Zentrum Frohnaus ein Lazarett für Kriegsverwundete ein. Neben der ärztlichen Versorgung der Versehrten sollte hier wissenschaftliche Forschung betrieben werden.
So standen die Dinge, als man im fürstlichen Haus von den Plänen Kaiser Wilhelms II. erfuhr, der seinem Generalstabsarzt und Chef des Feldsanitätswesens, Professor Dr. med. von Schjerning, "die Allerhöchste Zustimmung zur Erbauung eines großen neuzeitlichen Militär-Kurhauses" gegeben und ihn damit beauftragt hatte, sich nach einer geeigneten Lage umzusehen. Nachdem er umgehend mit Seiner Majestät in Verbindung getreten war, erklärte der sechsundachtzigjährige, an Entschlusskraft ungebrochene Fürst am 8.5.1916 im Rahmen eines notariellen Aktes: