Mit dem Leitthema „Blickwechsel 2005: Volles Leben“ knüpft die Fürst Donnersmarck-Stiftung an das Blickwechsel-Jahr 2004 an. Standen im letzten Jahr die Auseinandersetzung mit den Fragen „Wie sehen Menschen mit und ohne Behinderung sich?“ und „Welche Vorurteile und Stereotypen verstellen den Blick und damit den offenen Umgang miteinander?“ im Vordergrund, so richtet sich der Fokus in diesem Jahr auf die Frage nach einem gemeinsamen vollen Leben für Menschen unabhängig von Behinderung. Zugespitzt könnte man auch sagen: „Volles Leben statt Teilhabe“.
„Volles Leben“ bezieht sich inhaltlich auf die Anstrengungen für umfassende gesellschaftliche Teilhabe und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dieser Anspruch beinhaltet auch die volle Verantwortung für das eigene Leben. Mit dem Ausdruck „Volles Leben“ wird betont, dass sich die Bedürfnisse und Ansprüche von Menschen mit und ohne Behinderung gleichen. Es gibt zwar zum Teil noch große Unterschiede in der Lebensqualität und Barrieren, die ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderung erschweren oder sogar verhindern können. Grundsätzlich hängt es aber nicht vom Grad der Behinderung ab, ob ein Mensch ein glückliches und selbstbestimmtes Leben führt, das durch intensive soziale Beziehungen, berufliche Erfüllung und gesellschaftliche Teilhabe charakterisiert ist.
In diesem Jahr 2005 nehmen wir diesen Gedanken auf. Hierbei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt der Diskussion: